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09.08.2005
„Bierfränkische Landpartie“ rollt an
Neues touristisches Angebot stellt Brauereien im Landkreis und Highlights der Region vor
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von Anette Schreiber

Ab September rollt der beige-orange Setra S80 in seiner Sondermission durch den Landkreis. An Bord nimmt der Burgebracher Nostalgiebus all diejenigen, die sich für das fränkische Bier, dessen Herkunft und die Reize der Region interessieren. Unterwegs ist das auffällige Gefährt unter dem Motto „Bierfränkische Landpartie“, wie die Seitenaufschrift verrät. Am Montag wurde das neue touristische Konzept vorgestellt.

Dieses hat der Verein Fränkisches Brauereimuseum erarbeitet, wie Präsident Hannes Schulters bei der Präsentation des neuen Erlebnisangebotes in Burgebrach erläuterte. Der Verein mit um die 400 Mitgliedern umfasse auch 90 Mitgliedsbrauereien, von denen der größte Teil im Landkreis Bamberg und Bierfranken ansässig sind.

„Wir wollten unseren Brauereien etwas Gutes tun und von Bamberg aufs Land, um hier die Braukultur zu zeigen,“ verdeutlicht der Präsident. Neben den Brauereibesuchen mit fachkundigen Führungen durch die Inhaber erleben die Gäste auf dem Hinweg die Schönheiten und kulturellen Highlights des Landkreises. Selbstverständlich lassen sich hier allerhand Fachfragen erörtern.

Die Fahrten finden Schulters zufolge einmal monatlich (jeweils zweiten Samstag) statt. Start ist in Bamberg am Kranen um 17 Uhr, Rückkehr gegen 23 Uhr. Da man mit Chaffeur unterwegs ist, „kann man ohne Angst ein zweites und drittes Seidla“ trinken. Die Bierkultur und die weiteren Genüsse der Region, wie sie im Rahmen der „Bierfränkischen Landpartie“ geboten werden, kann man aber auch separat für Gäste, Gruppen, Vereine beim Fränkischen Brauereimuseum buchen (Tel. 0171/8316776, www.brauereimuseum.org). Die erste „Bierfränkische Landpartie“ wird am Samstag, 10. September, zur Brauerei Grasser nach Huppendorf führen.

Begeistert zeigte sich Bezirkstagspräsident und Landrat Dr. Günther Denzler bei dem neuen Angebot über die gelungene Mischung aus Bildung und Unterhaltung:

„Ich finde die Idee großartig.“ Deswegen habe man seitens des Landkreises hier auch gerne Unterstützung gewährt. Gerade für den Tourismus gelte es, die Alleinstellungsmerkmale zu nutzen. Die Region verfüge nicht nur über eine Kulturdichte, hervorragende Lebensqualität, sondern auch über die höchste Brauereiendichte. In dem neuen Konzept kämen all diese Merkmale zur Geltung.

Der Landkreis unterstütze die „Landpartie“ gerne und werde dafür werben, versprach der Landrat. Dies nicht ganz uneigennützig, so Denzler scherzend. Denn auf diese Wiese werde der Umsatz der Brauereien angehoben, wodurch die örtlichen Steueraufkommen steigen und der Landkreis über die Kreisumlage wieder etwas zurück bekomme.

Bevor die neuen Tourschilder an den Seiten des Busses angebracht wurden, stellte Walter Spörlein, vom gleichnamigen Burgebracher Busunternehmen, das Nostalgiefahrzeug vor. Es handelt sich um einen Setra S80 (mit Kässbohrer-Aufbau), Baujahr 1975, mit 145 PS und Fünf-Zylinder-Herschelmotor. „30 Leute passen rein“. Daneben verfügt das historische Vehikel über Fußstützen und Schlafsessel. Wie Gattin Annemarie Spörlein auf Nachfrage ergänzte, wurde der Bus generalsaniert und er wird täglich einige Stunden in der Schülerbeförderung eingesetzt, „ein Bus muss fahren“.

Das Busunternehmen Spörlein ist Mitglied des Vereins „Fränkisches Brauereimuseum“, erklärte Vorstand Elmar Göller, der gemeinsam mit Vorstand Günter Bär und Andreas Christel, Leiter vom Bamberger Tourismus und Kongress-Service der offiziellen Projektvorstellung beiwohnte.

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